
„Wenn die Wildnis ruft, braucht es Mut, Geschick und ein starkes Team, um die Herausforderung zu meistern.“
Am Samstag, den 26. Juli, wurde die Hedwigshöhe zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Abenteuers. Einer unserer prächtigen Bisonbullen sollte seine Reise zu einem neuen Zuhause antreten – zur Forest Village Ranch nach Rietschen bei Niesky. Doch was als gut geplanter Ablauf begann, entwickelte sich zu einer spannenden Geschichte voller Herausforderungen, Teamgeist und meisterhaftem Geschick.
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Mehr Informationen„Die Ruhe vor dem Sturm – und die Vorbereitung auf das Unvorhersehbare.“
Noch bevor die ersten Regentropfen die Hedwigshöhe erreichten, waren die Helfer des Hofes bereits vor Ort. Mit geübten Handgriffen bereiteten sie die Technik vor: Traktoren wurden mit massiven Texasgittern beladen, Seilzüge und eine spezielle Plane wurden bereitgelegt und der Viehtransporter wurde auf seinen Einsatz vorbereitet. Alles war darauf ausgelegt, den Bisonbullen sicher und stressfrei zu verladen.
Kurz nach 6 Uhr trafen die drei Mitglieder des Daubitzer Bisonzuchtvereins e.V. ein, begleitet von dem erfahrenen Tierarzt Thomas Bauz, der mit seinem Spezial-Equipment zur Sedierung bereitstand. Gemeinsam wurde der Plan besprochen, der Präzision und Teamarbeit erforderte.
„Ein Bison ist nicht nur ein Tier – er ist ein Symbol für Kraft, Freiheit und Wildnis.“
Die Kolonne aus Traktoren, Helfern und dem Tierarztwagen setzte sich in Bewegung. Die Fahrt führte vorbei an der Mutterkuhherde zur Bullenweide, wo der Bisonbulle bereits ahnungslos graste. Thomas Bauz, ein Meister seines Fachs, bereitete die Betäubungspfeile vor. Diese Pfeile sind mit Kanülen ausgestattet, die Widerhaken besitzen, um sicher in der Haut des Tieres zu bleiben. Ein Unterdrucksystem sorgt dafür, dass die Sedierungsmittel präzise injiziert werden. Doch die Flugbahn eines solchen Pfeils ist durch Gewicht, Wind und die Bewegung des Tieres eine Herausforderung.
Der erste Pfeil traf sein Ziel, und der Bulle begann zu wanken. Doch die Herde, angeführt von dem mächtigen Bullen „Henri“, animierte ihn, weiterzulaufen. Ein jüngere Bulle versuchte sogar, den Pfeil aus dem Hinterteil des Sedierten zu entfernen. Die Spannung stieg, als der Bulle trotz der Sedierung nicht zur Ruhe kam.
„Manchmal ist es nicht die Kraft, sondern die Geschicklichkeit, die den Unterschied macht.“
Hier kam Sten, der Hofbesitzer der Hedwigshöhe, ins Spiel. Mit meisterhaften Fahrmanövern lenkte er den Traktor samt Hänger so geschickt, dass der Bulle sachte von der Herde getrennt wurde. Diese Trennung war entscheidend, um die Gefahr zu minimieren, dass die Herde den scheinbar verletzten Bullen angreift. Durch Stens ruhige und präzise Fahrweise wurde der Bulle in Richtung Unterstand bewegt, wo er sich schließlich ins Stroh legte.
Die Helfer nutzten die Gelegenheit, um die Texasgitter um den Bullen zu positionieren und ihn zu sichern. Der zweite Traktor mit dem Viehtransporter wurde herangefahren, und die Helfer schufen einen „Schlauch“ aus Gittern, um den Bullen in den Hänger zu leiten.
„Manchmal trifft die Natur ihre eigenen Entscheidungen – und überrascht uns alle.“
Doch bevor die Helfer den Bullen in den Hänger ziehen konnten, stand er plötzlich auf, schaute sich um – und lief ohne Zögern direkt in den Hänger. Kein Drängen, kein Kommando – als hätte er selbst entschieden, dass es Zeit war, aufzubrechen. Die Gittertür wurde schnell verschlossen, und der Bulle wurde im Hänger gesichert.
Thomas Bauz entfernte die Betäubungspfeile und injizierte das Gegenmittel, um den Bullen vollends aufwachen zu lassen. Nach einer kurzen Beobachtungszeit war er bereit für die Reise.
„Ein neues Kapitel beginnt – und ein Bison findet seine Herde.“
Am Nachmittag erreichte uns die frohe Nachricht: Der Bisonbulle war sicher in der Forest Village Ranch angekommen und wurde von seiner neuen Herde freundlich empfangen. Ein Video zeigte, wie er sich bereits in seiner neuen Umgebung bewegte – ein Moment des Stolzes und der Erleichterung für alle Beteiligten.
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Mehr InformationenDer Daubitzer Bisonzuchtverein e.V. wurde 2007 gegründet und betreut die beeindruckende Bisonherde auf der Forest Village Ranch, die im authentischen Westernstil gestaltet ist. Die Ranch selbst gehört zum Daubitzer Karnevalsverein e.V., der das Gelände liebevoll pflegt und für Besucher zugänglich macht. Weitere Informationen findest du auf der Website des Vereins.
Thomas Bauz, ein erfahrener Tierarzt aus Dittmannsdorf, ist spezialisiert auf die Sedierung und den sicheren Umgang mit Großtieren. Mit seinem Betäubungsgewehr und seiner Expertise wird er oft von Polizei und Ordnungsamt gerufen, um tierische Ausreißer zu sichern. Seine Praxis bietet umfassende tiermedizinische Leistungen für Groß- und Kleintiere. Mehr über seine Arbeit erfährst du auf der Website der Tierarztpraxis Bauz.
Die Hedwigshöhe ist nicht nur ein idyllischer Hof, sondern auch ein Zentrum für die Zucht und Haltung von Bisons. Mit jahrelanger Erfahrung und einem tiefen Verständnis für diese majestätischen Tiere bietet die Hedwigshöhe optimale Bedingungen für die Aufzucht und Pflege. Weitere Informationen findest du HIER.
Dieser Tag hat gezeigt, wie wichtig Teamarbeit, Expertise und Geduld im Umgang mit sensiblen Tieren sind. Die Hedwigshöhe freut sich darauf, auch in Zukunft weitere Bisons an neue Besitzer zu vermitteln und ihre Kompetenz in der Bisonzucht weiter auszubauen.
Vielen Dank an alle Beteiligten – und auf viele weitere Abenteuer mit unseren Bisons!
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